Bergwaldprojekt Blog
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Brandenburgs erster Eibenbestand
Seit gut 100 Jahren gibt es schon keine wildwachsenden Eiben mehr in Brandenburg. Da ungeliebt, ungefördert, unauffindbar. Sie sind verschwunden. Diesem Zustand wird ein Ende bereitet. Bei 11.000 Bäumen, die hier von Freiwilligen auf Kalamitätsflächen gepflanzt werden, finden auch 250 Eiben im Zwei-auf-zwei-Meter-Pflanzverband ihren Platz. Nicht unterm schützenden Schirm eines Altbestandes, sondern an dessen Rand. Ein Zehntel Hektar Eibenreinbestand, Keimzelle künftiger Eibenvorkommen - vielleicht. Der zuständige junge Förster bekennt:
„Ja, klar. Das ist hier ein Experiment. Wir schauen mal, was passieren wird."
Ersteinmal müssen sie hier gedeihen auf sandig-lehmigem Grund. Von den Freiwilligen bekommt daher jede noch ihren Premiumverbissschutz aus Fichtenfurnierholz mit kleinen Lichtluken an jeder Seite. Damit wird auch die Schattbaumart Eibe noch genügend Licht abbekommen und nicht an Lichtmangel eingehen.